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Hafencity auf der Zielgeraden – Neuer Schub für Hamburgs Strahlkraft

Keine Frage, Hamburg ist eine Kultur- und Wirtschaftsmetropole, nicht nur national, sondern von Weltrang. Verglichen mit dieser Bedeutung gab sich das Stadtbild aber vergleichsweise zurückgenommen, ganz in hanseatischer Bescheidenheit.  Mit dem Projekt Hafencity erhält die Stadt nun einen neuen Schub urbaner Eleganz, die ihrem Wesen entspricht.

Sarah Cervinka, Senior Team Leader Office Investment Hamburg, JLL
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„Fast ist es ein bisschen so, als würde Hamburg aus einem Dornröschenschlaf aufwachen“, lacht Sarah Cervinka durchaus liebevoll, „verstecken musste sich die Stadt hinter anderen Metropolen noch nie, aber jetzt gewinnt sie optisch noch einmal enorm an internationaler Größe.“ Zur Hafencity hat sie als JLL Teamleader Office Investment in Hamburg eine ganz besondere Verbindung. Schließlich erlebt sie täglich, wie der neue Stadtteil auf dem ehemaligen großen Grasbrook weiter an Gestalt gewinnt. Wenn 2021 voraussichtlich der erste Spatenstich für den Elbtower gemacht wird – das vorläufige Finale im Hafencity-Ausbau – wird die neue Toplage in spe auf rund drei Jahrzehnte Entwicklungsgeschichte zurückblicken können. 1990 gab der damalige Erste Bürgermeister Henning Voscherau den Auftrag für erste inoffizielle Planungen. 1997 wurde das Projekt im prestigeträchtigen Übersee-Club der Öffentlichkeit vorgestellt. Der folgende Ideenwettbewerb mündete zur Jahrtausendwende in den Masterplan Hafencity. Vier Jahre später beschloss der Hamburger Senat den ersten Bebauungsplan.

Hafencity soll lebendiges Viertel sein

Seither hat sich gewaltig etwas getan an der Norderelbe. Allen voran bei den Büroflächen: Zwischen dem traditionellen Central Business District und der Speicherstadt sowie der nordöstlich angrenzenden City Süd ist ein Businessstandort entstanden, den sich zahlreiche nationale wie internationale Unternehmen und Organisationen erschlossen haben. Damit hat sich die Hafencity bereits jetzt den Namen „Headquarter Town“ verdient. Von der Kehrwiederspitze bis zum bald entstehenden Elbtower ziehen sich die repräsentativen Office-Projekte fast wie eine Perlenschnur durch den gesamten Distrikt. Letztgenannter wird übrigens ein Gebäude mit Mischnutzung, das Büros mit Einzelhandelsflächen, Gastronomie und Hotelgewerbe unter seinem Dach vereint. Damit steht Tower an der Spitze des Elbbrückenquartiers stellvertretend für die Entwicklung des gesamten Stadtteils: Hier soll keine seelenlose Bürostadt entstehen, sondern ein lebendiges, atmendes Viertel, das Wohnen, Leben und Arbeit vereint.

Entsprechend entfallen 32 Prozent der Bruttogrundfläche in der insgesamt 127 Hektar großen Hafencity auf die Wohnnutzung. Nicht nur Edelwohnungen für die Hochbetuchten sind hier entstanden, sondern Wohnraum für die breite Bevölkerung der Hansestadt. So finden sich unter den über 7.000 Wohnungen auch rund 2.000 geförderte Einheiten. Wohn- und Lebensqualität quer durch die City-Demografie spielt dabei eine wichtige Rolle. Familien können sich an den großen Spielflächen erfreuen und ein umfangreiches Schulangebot in Anspruch nehmen. Bildung wird ohnehin groß geschrieben in der Hafencity, die für zahlreiche Hochschulen zur Heimat geworden ist.

Elbphilharmonie ist nur die Spitze des Kulturangebots

Aber auch wenn der Rechner heruntergefahren ist, die Hefte und Aktenordner zugeklappt sind, gibt es mehr als genug zu tun in Hamburgs neuem Vorzeigeviertel. Der Lohsepark bietet nicht nur erholsame Grünfläche, sondern auch den freien Blick von Ericusspitze bis Baakenhafen. Das Kreativzentrum Oberhafen im Osten verbindet Kulturgenuss mit gastronomischen Erleben. Und natürlich die Elbphilharmonie: Bei aller stürmischer Historie hat sich das Konzerthaus zu einem echten architektonischen Juwel von Weltruhm aufgeschwungen, das Besuchern ein einmaliges kulturelles Erlebnis beschert. Und das sind nur einige der zahlreichen Orte, an denen sich in der Hafencity bestens die Freizeit genießen lässt.

Mit der Hafencity wandert das Stadtzentrum nach Osten

Die Hafencity ist bisher also eine große Erfolgsgeschichte für die Hansestadt. Und die ist noch längst nicht zu Ende erzählt. Als wachsende Verbindung zwischen dem bisherigen Stadtzentrum im Westen, dem Central Business District und der City Süd etabliert sich die Hafencity als Erweiterung der Innenstadt. Das zeigt sich jetzt schon bei den Büromieten. „Im Watermark zum Beispiel haben die Mietpreise bereits das Niveau des CBDs erreicht“, sagt Sarah Cervinka. Aber nicht nur ökonomisch erklimmt die Hafencity rasant die Höhengipfel der Stadt. „Mit diesem ambitionierten Projekt zeigt Hamburg im Stadtbild, dass es den Vergleich mit internationalen Metropolen in keiner Hinsicht scheuen muss“, da ist sich die JLL-Investmentspezialisten ganz sicher.

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