Allgemein

Austausch, Zuversicht und Offenheit in der Immobilienbranche – warum wir daran glauben, dass wir gemeinsam mehr erreichen

Denkanstöße vom ULI Urban Leader Summit

Die Immobilienbranche und ihre Akteure blicken optimistisch in die Zukunft. Verwunderlich ist die gute Grundstimmung nicht. Die Transaktionsvolumina für Gewerbe- wie Wohnimmobilien verzeichnen auch im laufenden Jahr wieder Rekordwerte. Gerade der deutsche Markt gilt aktuell auch international als DER Safe Haven. Und doch gibt es reichlich Diskussionsstoff und Bedarf zum Umdenken angesichts einer möglichen Zinswende, weltpolitischer Unsicherheiten und einer möglichen Überhitzung des Marktes in einigen Standorten oder Assetklassen. Genügend Gründe sich unsicher zu sein. Und in unsicheren Zeiten rückt man gerne näher zusammen. Dieser Instinkt entstammt zwar einer ganz anderen Zeit als der jetzigen, aber auch heute noch tun wir gut daran, miteinander über die anstehenden Herausforderungen zu sprechen. Gerade deshalb müssen Immobilienbranche wie Gesellschaft, Politik und Unternehmen anderer Bereiche mehr noch als bisher ihre Zurückhaltung aufgeben und auf einen offenen Austausch und Zusammenarbeit setzen.

Ideale Ausgangsplattform dafür sind Netzwerk- und Diskussionsevents wie das regelmäßig stattfindende Urban Leader Summit des Urban Land Institutes. Auch in diesem Jahr lockte dieses Event unter dem etwas kryptischen Titel „Urban Drivers for Dividends and Growth“ wieder hochkarätige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und diverser immobilienspezifischer Fachbereiche in den Frankfurter Maintower. Auf der Agenda: Der rege Austausch zu deutschen und globalen Themen der Immobilienwirtschaft.

Zum ersten Mal durften für JLL Deutschland als neue ULI Young Leader Laura Petersen, Marco Högl und ich mit dabei sein. Unsere Eindrücke zeigen, was Branche wie Branchennachwuchs derzeit bewegen und antreiben:

“Das erste Mal als Young Leader am Start, Empfang im Frankfurter Römer und ein Tag voller Podiumsdiskussionen, Vorträge und Workshops – was darf man da erwarten?

Bottom Up, statt Top Down

Jede Menge – und zwar die einmalige Chance jede Menge Ideen und Inspiration mitzunehmen, aber auch den eigenen Horizont zu erweitern und interessante Kontakte und Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen unserer Gesellschaft kennenzulernen, denen die Gestaltung unserer künftigen Lebens- und Arbeitsräume am Herzen liegen.

Netzwerk-Plattformen wie der der ULI Urban Leaders bieten die einzigartige Chance, z.B. im Rahmen des International Leaders Talk über anstehende Herausforderungen in der Branche zu sprechen und auf Augenhöhe mitzudiskutieren.

Unsicherheiten proaktiv entgegentreten – unser erster Key Insight

Unsicherheit und Volatilität erregten die Gemüter in einigen Workshops und Podiumsdiskussionen. Aussagen, wie „so kann es nicht mehr lange weiter gehen“ führten zu Diskussionen über Aktion und Reaktion einer Zinswende, geopolitische Worst-Case Szenarien, unvorhersehbare Wahlergebnisse und mögliche Überhitzung des Marktes in einigen Standorten oder Assetklassen. Wir können jedoch mitnehmen, dass weiterhin Optimismus überwiegt – nicht nur im Investment-Bereich. Essentiell erscheinen uns – unabhängig vom aktuellen und künftigen Marktumfeld – das Vertrauen in die eigenen Stärken als Unternehmen, Standort oder Person im globalen Wettbewerb, Offenheit statt Zukunftsangst, und Veränderungen als Chancen zu begreifen.

Dies bringt uns zur zweiten Einsicht – Austausch

Die Branche sucht den Austausch. Tischgespräche werden offen geführt. In den Workshops wird Tacheles geredet, manchmal provokativ, aber immer respektvoll.

Für uns wurde klar: In der Zusammenarbeit liegt die Zukunft, und diese gestaltet man am besten mit einem Vorschuss an Vertrauen. Dieser Gedanke bestätigte sich auch in den einzelnen Workshops, die wir voller Vorfreude und Neugier besuchen konnten.

Die Megatrends Mobilität & Digitalisierung, Veränderungen durch E-Commerce im Retail Bereich, Betreiber- und Erlebnisimmobilien als Trend über alle Immobilienarten, nachhaltiges Bauen, bezahlbarer Wohnraum und alternde Gesellschaft, Durchmischung von Assetklassen und Aufenthaltsqualität in urbanen Quartieren waren nur einige der heiß-diskutierten Themen, die auch Vertrauen und Austausch über verschiedene Bereiche erfordern. Ein Großteil unserer Gesellschaft ist bereits vernetzt, digital, flexibel und mobil – jetzt müssen sich die Städte und Immobilien dieser Entwicklung anpassen und dabei im Hinterkopf behalten, dass Städte nicht nur für die Starken da sind. Auch ein Thema mit Zukunftsrelevanz, das die direkte Zusammenarbeit zwischen gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Akteuren ganz besonders erfordert.

Und was bedeutet das für uns? Ganzheitliches Handeln!

Wir sind Teil unserer Umwelt, durch unser Handeln gestalten wir sie mit. Das bedeutet, dass wir Verantwortung übernehmen müssen – im ganz Kleinen und bei großen, weitreichenden Entscheidungen.

Im Kleinen kann das jeder selbst. Im täglichen Austausch mit seinen Kunden, Kollegen und im Privaten. Es gibt immer Raum für Entscheidungen, und wer entscheidet, nimmt Einfluss. Im Großen sind wir es gemeinsam, die den Weg vorgeben. Ob über die Zusammenarbeit in Verbänden und Interessensgemeinschaften oder als JLL. Hier haben wir durch unsere breite Ausrichtung und die vielfältigen Fachbereiche, unsere Experten und die Vernetzung in die Branche eine einzigartige Ausgangslage.

Investoren, Nutzern, Kommunen und der öffentlichen Hand als Ganzes können wir ein wertvoller, weil interdisziplinär aufgestellter, neutraler Partner sein. Und als dieser sollten wir uns genauso wie andere Großunternehmen und Global Player auch verkaufen. Nicht als einzelne Fachexperten, sondern als breit aufgestellte Projektteams – als Ganzes. So möchten auch wir unsere Zusammenarbeit leben, nämlich als kooperierende Teams, am besten mit Austausch, Zuversicht und Vertrauen. Und das auch über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg.“

 

Ähnliche Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.