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Die Wehrhahnlinie verschafft Düsseldorf neue Urbanität und Konsumfreude

Die Schadowstraße wächst zusammen. Das ist gut so. Sie gewinnt damit endlich die Stärke, die sie zu einer bundesweit wichtigen Einkaufsstraße macht. Ohne die Quer- und Längsteilung durch die „Tausendfüßler“-Autobrücke und die Straßenbahnen blüht der Abschnitt zwischen und Kaufhof in der Düsseldorfer Innenstadt erstmals erkennbar auf. Ob daraus letztlich eine reine Fußgängerzone wird oder festgelegte Zeiten einen beschränkten Autoverkehr regeln, ist letztlich nicht entscheidend: Schon jetzt sind die Vorteile durch den Umbau für alle immens hoch – für Investoren, Händler, aber vor allem für die Düsseldorfer selbst. Die Freude am Quartier kehrt zurück. Und damit auch die Freude am Konsum. In all seinen Dimensionen.

Es wird eine Spirale in Gang gesetzt, die bislang nur Gewinner kennt: Steigt der Wohlfühlfaktor, erhöht sich die Passanten- und damit die Käuferfrequenz. Wo die Umsätze stimmen, wird mehr in die Geschäfte investiert. Schon jetzt werten immer mehr Händler die angebotenen Waren mit einem Kauferlebnis auf, sorgt Gastronomie dafür, dass die Menschen länger in den Geschäften verweilen. Die Schadowstraße, schon in den vergangenen Jahren zu einem kleinen urbanen Highlight mutiert, wird so noch stärker aufpoliert – der Kö-Bogen II ist an dieser Stelle also genau richtig und wird seinen Teil zum Aufstieg der Düsseldorfer Einkaufsmeile beitragen.

Die erstarkte Schadowstraße strahlt nicht zuletzt auch auf die umliegenden Viertel aus. Und da kommt die Wehrhahnlinie ins Spiel: Sie macht nicht nur die Schadowstraße für Fußgänger frei, sondern zieht auch das neue Quartier Central auf wenige Minuten an Schadowstraße und Kö heran. Wer dort arbeitet oder wohnt, ist künftig binnen weniger Minuten im Herzen Düsseldorfs. Die Entfernung mag zwar auf dem Stadtplan vorhanden sein, aber in der Lebenswirklichkeit der Düsseldorfer ist sie mit dem Start der Wehrhahnlinie aufgehoben.   

Die Toulouser Allee durch das Quartier Central ist somit ein Beleg dafür, dass gute Infrastruktur neues Leben nach sich ziehen kann. Dieser Verkehrsstrang, der einen anderen – nämlich die aufgegebenen Zugtrassen – ersetzt, bildet das Rückgrat für neue Urbanität. Tausende neue Wohnungen, unter anderem in drei Wohnhochhäusern, und sechs Hotels mit mehr als 900 Betten sind dort zukünftig im Angebot. Aber auch mehr als 5000 neue Arbeitsplätze werden dort angesiedelt. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass die Handelsblatt-Gruppe an die Franklin-Brücke zieht, mit mehreren Redaktionen, Hunderten Journalisten? Was diese Entwicklung für die Restaurants und Bars in Pempelfort bedeutet, kann sich jeder an drei Fingern abzählen. Urbanität, die sich dort ohnehin entwickelt, erhält nochmals einen Schub. Und was für einen.

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