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Expansionsziel Deutschland

Präsenz internationaler Filialisten in deutschen Handelshochburgen

Wie steht’s um die Präsenz international expandierender Handelsfilialisten in Deutschland? Nicht nur für Shopping-Freaks eine interessante Frage. Ein neuer JLL-Report gibt Antwort. Grund genug, mal reinzuschauen.

Zunächst: die 160 im Report analysierten Filialisten kommen in den 1a-Lagen von Deutschlands 25 Top-Handelshochburgen auf mehr als 1.800 Verkaufs-Niederlassungen. Die meisten aus dem Ausland stammenden Konzepte finden sich in Berlin und München.

Die in der Studie untersuchten Filialunternehmen sind zu 85 Prozent aus dem Ausland. Rund 40 Prozent der Filialisten fallen unter die Kategorie „Konsum“. Jeweils weitere 30 Prozent gehören den Kategorien „Luxus“ und „Premium“ an. Der auf dieser Grundlage von JLL ermittelte Attraktivitätsindex für die untersuchten 25 Städte richtet sich nach der Anzahl der jeweils vertretenen Filialisten.

Metropolen führen die Attraktivitäts-Hitliste an – Nürnberg und Dortmund stärkste Städte aus der zweiten Reihe

Wenig überraschend weisen die drei einwohnerstärksten Städte Berlin, Hamburg und München die höchsten Werte beim Attraktivitätsindex auf. Düsseldorf und Frankfurt folgen gleichauf vor Köln. Werte oberhalb des Attraktivitäts-Durchschnitts erzielen zudem Stuttgart und Hannover. Besonders interessant ist der Blick auf die Städte aus der zweiten Reihe, angeführt von Nürnberg und Dortmund. Dresden, Leipzig und Wiesbaden komplettieren die Top 5 im Zweitreihen-Ranking. Nach der Anzahl der Standorte dominieren Marken aus dem Konsumbereich mit einem Anteil von über 70 Prozent gegenüber Premium- und Luxusanbietern.

Neun der Top-25 Filialisten erreichen eine hundertprozentige Marktabdeckung

Von den untersuchten Handelsunternehmen sind neun in allen 25 Städten mit mindestens einer Filiale vertreten und erreichen damit eine hundertprozentige Marktabdeckung. Hierzu zählen Bijou Brigitte, C&A, Deichmann, Douglas, Esprit, H&M, Hunkemöller, New Yorker und The Body Shop. Die 25 stärksten Filialunternehmen punkten durchgängig mit einer Marktabdeckung von über drei Vierteln.

München Hotspot für Luxuslabels

Bei den Luxusanbietern ist München der attraktivste deutsche Standort. 36 der rund 40 untersuchten Luxuslabels sind in der Bajuwaren-Metropole an der Isar mit Boutiquen vertreten. Düsseldorf folgt mit 27 Anbietern vor Berlin, Frankfurt und Hamburg mit jeweils 26. Die sechs am häufigsten vertretenen Luxuslabels sind in dieser Reihenfolge Montblanc (11 Standorte), Louis Vuitton (8) und Max Mara (8) sowie Gucci (7), Hermès (7) und Longchamp (7).

Anzahl-der Filialen-im-Luxussegment-Germany-JLL

Jedes fünfte Konzept kommt aus Italien

Bei den Herkunftsländern der Handelskonzepte ist Italien mit 29 Marken führend. Die am häufigsten vertretenen italienischen Labels in Deutschland sind Benetton, Geox, Calzedonia, Kiko und Diesel. Rang zwei belegen die USA (26) mit den Top-Anbietern Starbucks, Foot Locker, Claire’s, Fossil und Tommy Hilfiger. Die Top 3 komplettiert Großbritannien (17) mit den stärksten Marken The Body Shop, Lush, Superdry, Burberry und Habitat. Weitere starke Herkunftsländer sind Frankreich, Spanien und die Schweiz.

Handelshochburgen aus der zweiten Reihe verdienen einen zweiten Blick

Innerhalb der 25 untersuchten Städte liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft pro Einwohner im Mittel bei 6.400 Euro p.a.. Sie schwankt dabei zwischen knapp 5.900 Euro in Dresden und 7.500 Euro in München. Gleichzeitig bewegen sich die Spitzenmieten der untersuchten Städte in einer Bandbreite zwischen 110 und 360 Euro / m². Während sich die Luxusanbieter auch mangels geeigneter Adressen ganz klar auf die Big 7-Metropolen konzentrieren, gibt es für Marken aus dem Konsumbereich attraktive Alternativen in den Hotspots aus der zweiten Reihe. Gute Beispiele sind etwa Ulm, Leipzig, Aachen und Bremen, einem überproportionalen Anstieg der Einzelhandelsumsätze in der Prognose bis 2018 sei’s gedankt.
Ein Fazit gefällig? Nicht nur die Big7- Immobilien- und Handelsmetropolen sind Must-Have-Standorte in Deutschland, auch die Handelsbochburgen aus der zweiten Reihe verdienen definitiv einen zweiten Blick. Die föderale Struktur macht Deutschland horizontal und vertikal zu einem Expansionsziel par excellence für internationale Handelsfilialisten.

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